Mitmachprojekt „LIEBESLEBEN“


Zwei Tage lang drehte sich an der Realschule Kulmbach alles um Freundschaft, Beziehungen, Respekt und einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität. Am 2. und 3. Juli 2026 durchliefen alle 126 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe den interaktiven Parcours des bundesweiten Präventionsprojekts „LIEBESLEBEN – Das Mitmach‑Projekt“ und setzten sich dabei auf abwechslungsreiche Weise mit Themen auseinander, die sie in ihrem Alltag unmittelbar betreffen.

Das Projekt ist ein Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Ziel ist es, Jugendliche altersgerecht für sexuelle Gesundheit zu sensibilisieren, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und sie dabei zu unterstützen, respektvolle und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Statt klassischem Unterricht standen Mitmachen, Ausprobieren und offener Austausch im Mittelpunkt.

Bereits im Vorfeld wurden die Module „Vielfalt und Respekt“ sowie „Freundschaft und Beziehung“ im Biologie‑ und Religionsunterricht vorbereitet. Für die Durchführung der weiteren Stationen – „Schutz und Safer Sex“, „Körper und Gefühle“, „Sexualität und Medien“ sowie „HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI)“ – konnten erfahrene Fachkräfte gewonnen werden.

So begleiteten die kompetenten Kooperationspartner der Schwangerenberatungsstellen des Landratsamtes Kulmbach Katrin Keilholz und Sabine Rotter sowie der Diakonie Bayreuth Tina Jäckel und Romina Topf die Projekttage. Die AIDS‑Beratung Oberfranken/Diakonie Bayreuth wurde hervorragend durch Jasmin Seiler, Dominik Beck und Bennet Walzer vertreten.

An den verschiedenen Stationen setzten sich die Jugendlichen mit Themen wie Liebe und Partnerschaft, persönlichen Grenzen, Vielfalt, Pubertät, Verhütung, Schutz vor HIV und anderen STI sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien auseinander. Durch praktische Aufgaben, Gesprächsanlässe und Gruppenarbeiten wurden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, eigene Standpunkte zu entwickeln, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Besonders beeindruckt zeigte sich Lehrkraft und Organisator Markus Hübner von der Arbeitsweise der Referentinnen und Referenten: „Es war bemerkenswert, mit welchem Einfühlungsvermögen die Fachkräfte auf die einzelnen Gruppen eingegangen sind. Sie haben sehr schnell ein Gespür dafür entwickelt, was die Jugendlichen beschäftigt, eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen und jede Frage ernst genommen.“

Die Rückmeldungen der Jugendlichen fielen entsprechend positiv aus. Viele lobten die abwechslungsreichen Stationen, die lockere Atmosphäre und die Möglichkeit, persönliche Fragen zu stellen.

Die Realschule Kulmbach bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Fachkräften der Schwangerenberatung und der AIDS‑Beratung für ihr großes Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit. Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen soll das Mitmachprojekt auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden. Es leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler und bereichert die schulische Präventionsarbeit in besonderer Weise.

Foto – Beteiligte Fachkräfte

Erste Reihe (v.l.n.r.):
Katrin Keilholz (Schwangerenberatung, Landratsamt Kulmbach),
Jasmin Seiler (AIDS‑Beratung Oberfranken, Diakonie Bayreuth),
Tina Jäkel (Schwangerenberatung, Diakonie Bayreuth, Außenstelle Kulmbach)

Hintere Reihe (v.l.n.r.):
Markus Hübner (Lehrer & Organisator, Carl‑von‑Linde‑Realschule Kulmbach),
Romina Topf (Schwangerenberatung, Diakonie Bayreuth),
Dominik Beck (AIDS‑Beratung Oberfranken, Diakonie Bayreuth, Bamberg),
Sabine Rotter (Schwangerenberatung, Landratsamt Kulmbach),
Bennet Walzer (Praktikant, AIDS‑Beratung Oberfranken, Diakonie Bayreuth, Bamberg)



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